Etmal 104nm noch 1859nm bis Faial (Horta)
Die Nacht über hat sich das Meer immer weiter beruhigt und wir sind mit nur einem Reff und fast vollem Yankee sehr entspannt durch recht ruhige See gesegelt. Das hat auch zu dem guten Etmal geführt.

Auf dem Weg nach Norden nimmt die Schauertätigkeit ab und wir können ohne plötzliche Böen auch das letzte Reff aus dem Groß nehmen. So läßt sich das Boot etwas schöner trimmen und die Durchschnittsgeschwindigkeit weiter verbessern.

Tatsächlich kommt nach Tagen ein weiteres Schiff in Sicht. Erst auf dem AIS einem UKW Kollisionswarnsystem und dann auch am Horizont kommt es zügig näher. Mit seinen 18kt fährt es fast vier mal so schnell und wird bereits in einer Woche in Antwerpen seine Container abladen. Zu dem Zeitpunkt werden wir noch eine Woche zu den Azoren brauchen.

Der diensthabende Funkoffizier scheint aber keine Lust auf Smalltalk zu haben und hält unser Funkgespräch kurz. Aber das ist auch in Ordnung.
Das schöne Wetter hat seinen Höhepunkt, in den nächsten Tagen erreichen wir nach Norden hin eine Breite von etwa 32°-34°N, ab der wir in den Einflußbereich der atlantischen Tiefdruckgebiete kommen. Das erste ist mit 30kt Wind und 3,5m Welle unangenehm, aber ganz in Ordnung, aber das nächste drei Tage darauf ist dann schon als sich rasch verstärkender Sturm vorhergesagt. Diese Wetterkarten laden wir auf den Seiten der amerikanischen NOAA und des deutschen Wetterdienstes DWD.



