Etmal 110nm noch 1181nm bis Faial (Horta) Tag 13 auf See

Die Lebensgeister sind wieder da und die Sonne geht nach einer sehr entspannten Segelnacht auf. Auch wenn das Wasser nun 6°C kälter ist, also nur noch 22°C hat, ist es noch recht mild. Der achterliche Wind wird durch die eigene Fahrt reduziert und es ist sehr angenehm im Cockpit. Trotzdem spielen wir schon das Pulli-an-Pulli-aus-Spiel.

Das Frühstück genießen wir heute in aller Ruhe. Ein etwas anderes Brot habe ich vor zwei Tagen gebacken und es schmeckt mit einer südfranzösischen Ziegenwurst aus unserem letzten Segelflug-Urlaub in Serres ganz wunderbar.
Da wir inzwischen den Meridian 52.5° West überschritten haben, ist es auch an der Zeit die Uhren umzustellen. Die Sonne ging heute morgen um 05:00 Uhr auf und das ist dann doch etwas früh. Ab sofort ist die Bordzeit UTC -3 oder eben 5 Stunden nach der europäischen Sommerzeit.

Heute ist der Tag und später die Nacht des Schiffsverkehrs. Wir scheinen die Großkreisstrecke von Tankern zwischen den USA und Europa zu kreuzen, welche sehr dicht befahren wird. Einen griechischen Tanker funken wir an und erklären, daß der geringe Abstand in dem wir einander passieren werden für uns in Ordnung ist und er seinen Kurs weiter halten könne. Daraus ergibt sich eine nette Unterhaltung und wir beantworten seine Fragen nach unserem kleinen Segeltörn. Es scheint nicht nur für uns, sondern für den Offizier, eine gelungene Abwechslung zu sein. Danach setzt er seine Fahrt zwischen Gibraltar und Houston, Texas fort.

Die ruhige See heute lädt ein kleine Pflege- und Wartungsarbeiten zu erledigen. Die Verschlüsse der beiden Salonluken stehen für mich auf dem Plan. Zerlegen, entsalzen und reinigen. Danach mit etwas Silikonfett wieder zusammenbauen und schon schließen sie wie neu.

