Etmal 50nm und noch 510nm bis Norddeich
Es ist faszinierend, nicht nur, dass wir mal eben zum Berg gehen, auch was im Nachgang passiert.
Als das Wasser wieder aufläuft, rauscht es gewaltig und es läuft so schnell, dass man nicht davor hätte weglaufen können. Macht nichts, wir sind rechtzeitig an Bord und bestaunen das Spektakel. Vor Ort heißt es: die Flut komme schneller als ein Pferd galoppieren könne.





Nach unserem Spaziergang kommen wir wirklich auf die Minute passend am Boot an. Schon 10 Minuten vor dem Erreichen, beginnen wir die kommende Flut zu hören. Laut und ein wenig unheimlich, da wir das Geräusch erst nicht richtig zuordnen können. Dann geht es ganz schnell und nach weiteren 10 Minuten schwimmt die Stoïste und reißt in der starken Strömung an Ihrer Ankerkette.
Heute herrschen unglaubliche Bedingungen. Wir kommen uns vor als würden wir durch die Badewanne segeln. Das mit dem Segeln darf allerdings nicht zu eng gesehen werden. Wir mutieren eher zu Motorbootfahrern. Das Wasser ist platt, leuchtet wunderbar grau, grün, blau, cyan, türkis und steht im Kontrast zum meist hellsandigen Strand. Eine Kulisse wie im Film. Nicht nur heute Morgen als wir zum Mont St. Michel gegangen sind, sondern auch jetzt während der Fahrt. Erst war es bedeckt und aufgrund des Windes ordentlich frisch, jetzt mildert der Wind gefühlt die Einstrahlung und sorgt für angenehme Wärme.
Wir müssen mit den Gezeiten spielen. Wann sollten wir wo sein um möglichst günstige Bedingungen vorzufinden? Das bedeutet wir wälzen Tabellen, rechnen von Ankunft zurück und von jetzt Richtung geplanter Ankunft. Dann starten wir mit Reusenslalom in die nächste Nacht.


