Die Nacht über hat es immer wieder so stark geregnet, dass ich wach geworden bin und alle Luken geschlossen habe. Obwohl diese sonst geöffnet sind und der Wind durchzieht, ist es heute morgen im Boot nicht mehr so warm wie an den anderen Tagen. Und da es weiterhin regnet, beschließe ich im Shorty zur Tauchbasis zu fahren. Irgendwie lege ich gerade keinen gesteigerten Wert darauf mit normaler Kleidung ordentlich nass zu werden. Mein anderes Outfit hat für das Tauchen zur Folge, dass ich die Gewichtsverteilung also die Beladung mit Blei überdenken muss, da der Neopren mit Armen und Beinen einen anderen Auftrieb hat als der ohne. Dies ist nicht so wild, da ich ohnehin reduzieren wollte. Ich baue die 2kg Blei aus der Rückenplatte aus und tauche mit dem Shorty auch so gut. Für den zweiten Tauchgang setze ich jeweils 500g in die beiden Bleitaschen am Gurtzeug und füge so wieder ein Kilo Gewicht hinzu. Das klappt alles erstaunlich unkompliziert. Der erste Tauchgang offenbart den Tag der Schildkröten. Wir sehen achtmal unterschiedliche große Tiere. An dem einen Riffteil liegen insgesamt vier Schildkröten, das muss ein Familienfelsen sein.
Nach dem Tauchen bin ich zum Essen eingeladen. Wir fahren gemeinsamen von der Tauchbasis zu Chantal und Cor, der diesmal gekocht hat. Ich steuere einen Zucchinisalat bei, den ich morgens zubereite und daher keine Kamera dabei habe. Chantal war diesmal ausgerüstet und hat alle Schildkröten abgelichtet. Der Sonntag spielt sich in der gleichen Konstellation ab wie bei der ersten Einladung. Chantals Mutter, Julia und Eric mit Linus sind dabei und wir unterhalten uns mal wieder prächtig. Nach dem Essen werde ich zum Hafen gebracht und lege auf dem Weg zum Boot einen Zwischenstop auf der Heide Marie ein. Nils ist im Gegensatz zu Laura und Arne noch nicht weiter gefahren, Thorsten liegt auch noch vor Ort. Nach einer Führung durchs Boot und Verkostung der Ergebnisse des Wassermachers bewundere ich zum wiederholten Mal den wunderbasren Sonnenuntergang.
