Etmal 114nm und noch 155nm bis Brest Tag 11 auf See
Nach dem gestrigen Tag hat der heutige einen schweren Start. Erst ordentlich kalt und neblig, viel später dann doch sonnig und warm. Nicht so wie zu Hause (dort herrschen am Pfingstwochenende 30°C), aber so warm, dass das Duschen an Deck nicht weh tut.
Am frühen Morgen ist ein Frachter 2nm steuerbords in dem Nebel nur schemenhaft auszumachen und wirkt so kalt wie es sich an Bord anfühlt. Der Gas-Backofen ist natürlich nicht zum Heizen gedacht, also setze ich mal schnell ein Brot an, bereite direkt noch einen Kuchen vor und nutze ihn zweckgemäß, denn zum Backen ist der Ofen ja gedacht und heizt freundlicherweise trotzdem.



Nach dem Mittag entfaltet der Tag dann sein Potential. Der Wind setzt wieder ein, wir können nach 32 Stunden Motorlaufzeit das Dauerschnurren des Diesels abstellen und setzen Segel. Und Philipp kann nach Tagen des Tüftelns den Fehler an der Standheizung beheben. Ein defekter Stecker hatte die Nutzung unterbunden. Zudem hat er dabei in der Backskiste hockend auch den Fehler am Windgenerator entdeckt.

Wir essen Kirschkuchen an Deck, sitzen in der Sonne und begegnen dem Frachter MS Canopée, der eigens dafür gebaut wurde die Ariane 6 Rakete zum europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana zu bringen und nun mit gesetzten Segeln an uns vorbei fährt.


Übrigens steht der Mond wieder richtig rum am Himmel.
