Sonntag, 22.02.2026

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Nach dem Willkommensbier gestern Abend ist Philipps erste Tätigkeit heute morgen das Kaffee kochen.

Schön fein gemahlen duftet es herrlich.

Des Geschmacks und der Haltbarkeit wegen mahlen wir Bohnen und gießen das Pulver von Hand in eine Thermoskanne auf. Das Vorgehen wirkt auf Nutzer von Kaffeevollautomaten am Anfang ein wenig befremdlich, aber nach kürzester Zeit läuft die Omamethode von allein und der Alltag hat Einzug gehalten.

Die Kanne steht unter der Filtereinheit, die von den Wasserausläufen gehalten wird.

Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg.

Lutz, Jan, Kai auf der hohen Kante und Hermann am Steuer

Kaum ist Philipp an Bord fallen Reparaturen an. Die Logge wird von Bewuchs befreit, damit die Geschwindigkeitsanzeige funktioniert und stimmt. Dazu wird sie in Essigwasser gebadet um alle Muschelbestandteile zu lösen.

Die Toilette im Heck ist undicht, statt nach draußen zu laufen hat sich der Inhalt im Boot verteilt und einen gewissen Duft verbreitet. Beim Auseinandernehmen und Säubern fällt die Schüssel über Bord und wird in einem spektakulären Klo-über-Bord-Manöver einwandfrei gerettet.

Nach Philipps Sprung ins Wasser wird die Schüssel geschrubbt.

Die Bilge in der Toilette muss ausgeräumt und geputzt werden.

Das führt dazu, dass Dinge vom Vorbesitzer, die wir ohnehin nicht benutzt haben, entsorgt werden. Es ist ein wenig herausfordernd, alles abzudichten, funktioniert dann aber doch. Der Geruch kann somit auch -sagen wir- minimiert werden. Wir werden sehen wie es sich über die nächsten Tage entwickelt.

Als Sahnehäubchen bleibt noch die Bearbeitung der Winch, die wir vor allem für die Fock- und Yankee-Reffleinen einsetzen. Diese hat aufgrund Wartungsstau ihren Dienst eingestellt. Wir haben einen Moment gebraucht um zu verstehen was das Problem beim Setzen des Yankees ist und an anderen Stellen nach der Ursache geforscht. Auf der Trommel der Einrollvorrichtung war eine Schlaufe zu sehen, sonst konnten wir keine Auffälligkeiten finden.

Letztlich blieb im Auschlußverfshren nur noch die Winch, daher wurde sie zerlegt und noch besser erfolgreich wieder zusammengebaut.

Mit all diesen Dingen ist der Tag sehr gut gefüllt und es macht gar nichts aus, dass wir früh am Ankerplatz sind nach einem kleinen Etmal von 10nm.

Nebenbei läuft noch ne Maschine Wäsche. Das Trocknen im Wind ist zügig erledigt.

Nacheinander kommt die Wäsche zum Trocknen ins Cockpit
Die Wäsche weht im Wind

In der Anse de Guérite treffen wir die Heide Marie und laden Nils zum Abendessen ein. Das Huhn landet erst spät im Ofen, da nach den ganzen Arbeiten erst einmal klar Schiff gemacht werden muss. Dadurch schmeckt es aber nicht minder lecker und wir beschließen bei unserem Plan zu bleiben und morgen nach Antigua zu segeln.