Nach dem Teammeeting starte ich die gründliche Aufräum- und Reinigungsaktion, damit für morgen alles im Lot ist. Die Teamsitzung war diesmal etwas spannend, denn in Iserlohn ist der Strom ausgefallen und somit auch die gesamte Infrastruktur in der Ambulanz. Wir haben uns dank der mobilen Telefonvariante trotzdem besprechen können und der Akku hat bis zum Ende durchgehalten.

Die Waschmaschine läuft nochmal, ich wasche Wäsche, flocke Hafer, setze Joghurt an, bereite einen Brotteig zu, spüle danach alles, es ist wie zu Hause.


Der Kühlschrank wartet auf eine Befüllung, zu dritt werden wir einfach mehr Durchsatz haben. Ich tausche Leuchtmittel aus und reinige die Auflageflächen der Bodenbretter.

Das Schrubben des Rumpfes spare ich mir, da er mit Rotalgen bewachsen ist und ich bei der nicht vorhandenen Strömung die ganze Zeit in den abgeschabten Algen schwimmen würde. Meist verstecken sich darin jede Menge Kleinstlebewesen , die es zwicken und brennen lassen..
Zwischenzeitlich melde ich mich bei meiner Mutter und gratuliere ihr zum 82. Geburtstag. Sie sitzt in fröhlicher Runde mit ihrem Mann Peter, dem Nachbarn Wolfgang und Philipp zusammen.
Am Abend wird mir klar, dass morgen mein letzter Tauchtag sein wird. Ich setze mich an Deck, beobachte den Wind und die Strömung, schaue der Sonne beim Untergehen und dem Mond beim Aufgehen zu und genieße in vollen Zügen den Augenblick. Mit Hilde und Josef werden wir nach Norden segeln und weiter von Insel zu Insel hüpfen.
