Etmal 125nm und noch 563nm bis Brest Tag 7 auf See
Gestern hatten wir noch mehr als 35kts Wind, es war grau, nass und kalt. Gut, die Kälte ist nicht verschwunden, aber in der Sonne tut das Licht nach den vier dunklen Tagen und Nächten der Seele wirklich gut. In schwerer See ist jede Tätigkeit doppelt schwer. Mit einer Hand, den Beinen oder der Hüfte muss man immer Halt suchen und dann alle Dinge vor dem Umkippen und Verrutschen sichern. Das ist dann schon ein wenig Akrobatik und erschöpft mehr als es den Anschein hat. Mit der Wetterberuhigung lassen dann, wenn auch langsam, die Wellen nach und so kehrt allmählich wieder Ruhe ins Boot ein und das Leben gewinnt sofort wieder an Leichtigkeit.

Bis dahin, waren zum Beispiel ein Leesegel im Boot notwendig, um nicht bei der großen Schräglage aus dem Bett zu fallen. Das sind schwere Tücher, die mit Leinen einmal längs durch das Bett gespannt werden.

Nun wird es bis Brest deutlich ruhiger sein. Zum Teil zu ruhig oder eben mit dem Wind aus der falschen Richtung, so daß wir vermutlich auch immer mal wieder das eiserne Segel von Volvo Penta einsetzen müssen, um pünktlich nächsten Monat bei der Arbeit zu sein.
