Am Morgen klopft es an das Boot. Ein Mitarbeiter des Nationalparks, Abteilung Seaweed, bittet uns an anderer Stelle in der Bucht zu ankern. Im Innern der Bucht sei zur Schonung des Seegrases nur das Festmachen an Mooring-Bojen gewünscht, ab der Kennzeichnung mit den Einfahrtstonnen nach außen auch das Ankern. Gestern haben wir aufgrund der Fülle an Booten keine andere Lücke gesehen. Heute morgen ergibt sich ein anderes Bild, da viele Yachten schon wieder gefahren sind. Es ist ein bisschen wie bei dem Kinderspiel „Reise nach Jerusalem“, allerdings fehlt kein Stuhl sondern die Lücke bleibt erhalten. Beim ersten Versuch den Anker neu zu legen werden wir unschön von einem älteren Paar auf dem Boot neben uns angeschrieen. Inhaltlich verstehen wir kein Wort, ist aber auch nicht nötig, der Ton macht die Musik. Wir vermuten sie sorgen sich darüber, dass wir unsere Ankerkette über ihre legen, auch wenn das von der Ausrichtung und Lage der Boote nicht passt. Auf solchen Stress können wir verzichten und suchen uns eine andere Lücke. Wir wollen nachher eine Bucht weiter nach Norden verholen, da Nils mit der Heide Marie dort liegt und es uns hier ohnehin viel zu eng und voll ist.
Zum Frühstück und zur Bootsbesichtigung kommen Kristina, Rolf und Kerstin vorbei. Wir unterhalten uns so prächtig wie am Tag zuvor und als Dagmar und Robert noch dazu kommen, haben wir eine prächtige Sammlung an Dinghis am Heck hängen.

Kristina und Rolf machen eine Probefahrt mit unserem Takacat und müssen gegen den Wind zurück rudern, da der Spritschlauch des Zusatztanks nicht adaptiert war.

Am Nachmittag fahren wir zum Kaffee auf die Globi und schwelgen im Austausch technischer Details. Einfach schön, wenn man auf Anhieb auf einer Wellenlänge liegt. Sie haben einen Getränkehalter, den Hermann, Jan und Lutz so vermisst haben.

Zurück an Bord fahren wir in die Grande Anse eben ums Eck. Das Vorsegel lüften wir nur kurz, es geht komplett gegen den Wind. In der Bucht liegen mit uns nur sechs Boote vor Anker, das ist entspannter. Nils kommt zum Abendessen vorbei, auch mit ihm haben wir viel zu erzählen. Bei so viel „Sozialstress“ ist der Tag schnell vorbei.

