10. Tag auf See 1229nm bis Grenada letztes Etmal 97nm Richtung Ziel
Der Tag beginnt wie meist mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Die Nacht war in der ersten Hälfte von einem hellen Halbmond geprägt, der gegen 23:00 Uhr im Westen untergegangen ist. Trotz des Sternenhimmels und dem Planeten Jupiter, der genau voraus hell leuchtet, ist es dann ziemlich dunkel. So ist es immer ein magischer Moment, wenn ganz langsam im Osten, nach Achtern aus, der Himmel heller wird.

Ich hatte ja versprochen ein etwas besseres Foto vom Mond zu machen. Dieses ist zumindest ein wenig besser gelungen als vorher. Man kann damit auch gut die vollkommen andere Perspektive auf den Mond und seine Umlaufbahn erkennen. Während bei uns im Norden die Mondsichel ziemlich senkrecht steht, erscheint hier in der Nähe des Äquators der Mond wie eine Schüssel oder bei abnehmendem Mond halt wie eine umgedrehte Schüssel. Das nächste Bild kommt dann aus der Karibik in zwei Wochen.

Die Sargassumfelder werden immer größer und bilden teilweise lange Bänder über mehrere hundert Meter oder große Teppiche von mehr als 50 Metern Durchmesser.

Damit ist das Angeln von Fisch aussichtslos, außer dicken Seegrassbüscheln bleibt nichts am Haken hängen. Selbst an den Leinen verfängt es sich schon und die Leinen untereinander dann auch.

Wir ändern unseren Kurs und versuchen dem Sargassum nach Norden zu entkommen. Ob das gelingen wird, werden wir wohl erst nach der Nacht wissen.
