5. Tag auf See 1802sm bis Grenada letztes Etmal 126nm
Da der Himmel die letzten Tage meist bedeckt war und somit die Solarmodule nicht genug Strom erzeugen konnten, war gestern Abend unser Energievorrat in den Batterien etwas niedrig. Eigentlich sollte es noch ausreichen, aber vorsichtshalber habe ich über Nacht unsere Starlink Antenne abgeschaltet. Diese verbraucht zwar im Schnitt nur 35 Watt, aber in der Nacht mit Ihren 12 Stunden sind es dann doch 35 Amperestunden. Somit habe ich abends nicht mehr den Beitrag von gestern geschrieben, sondern erst heute. Leider habe ich aber das abendliche Abstellen des Kühlschranks vergessen. Somit sind wir dann doch morgens eine Stunde vor Sonnenaufgang am Ende unserer Batteriekapazität angelangt. Diesen Zustand reklamieren dann etliche Geräte durch lautes Piepen ihrer Unterspannungswarnung. Also haben wir für zwei Stunden den Motor gestartet um Diesel in Strom zu wandeln. Ab dem Vormittag war der Himmel wieder klar und der Ertrag so groß, daß wir am Nachmittag sogar eine Ladung Wäsche in unserer noch namenlosen Waschmaschine waschen konnten.

Nicht nur ist es heute den ganzen Tag sonnig, sondern auch das Wasser wird weiter wärmer und knackt einen für uns neuen Temperaturrekord.

Nach dem Frühstück nehmen wir die Änderung der Segelstellung in Angriff. Bisher haben wir die beiden Vorsegel jedes zu einer Seite mit einem Spibaum ausgestellt. Das Ergebnis war die letzten Tage bei schwächer werdendem Wind leider nicht so doll. Wir waren im Durchschnitt einen Knoten langsamer als die anderen Boote. Diese sind circa 100 Kilometer entfernt und der Abstand wurde langsam größer.
Ein Knoten, was ist das? 1852 Meter pro Stunde! In unserem Alltag daheim ein lächerlich kleiner Betrag. Aber im Laufe eines Tages, also in 24 Stunden sind es dann doch fast 45 Kilometer Strecke.
Daher geht es frisch gestärkt vom Frühstück auf das Vordeck und beide Vorsegel werden nacheinander eingeholt, die Spibäume zurück a die Reling geholt und das Großsegel gesetzt. Danach wird das Yankee, unser größeres Vorsegel, in Luv mit einem Spibaum wieder ausgebracht und siehe da es finden sich 1,3kt mehr Fahrt und unsere Stoïste liegt auch etwas ruhiger in den Wellen.

Zum Abendessen, gibt es dann einen Salat aus grünen Bohnen, sehr lecker, und den Rest der indischen Nudeln von gestern.

Liebe Kai und unbekannt Philipp
Ich wünsche euch einen ganz besonderen Heiligabend, frohe und besinnliche Weihnachten, und bin mir sicher all das werdet ihr haben.
Ich verfolge euren Blog gespannt und bin in Gedanken oft bei euch.
Wir sehen uns, vielleicht bald!
Ganz herzliche Grüße, Bettina
Liebe Bettina,
besten Dank für die guten Wünsche und ja, wir hatten einen besonderen und besonders schönen Heiligabend. Es ist ein Geschenk dies alles erleben zu dürfen und wir haben schon einen Zahn zugelegt, um euch vielleicht doch noch in der Karibik treffen zu können.
Schöne Weihnachten Kai und Philipp