
Unser Weg ist heute tatsächlich nicht so weit. Wir fahren aus der Bucht und können ordentlich segeln. Dazu kreuzen wir auf und machen mehrere Schläge um Höhe zu laufen und die Bucht mit dem Ausklarierungsbüro zu erreichen. Nach dreieinhalb Stunden wunderbaren Segelns ankern wir vor Falmouth Harbour und teilen uns auf, um die Arbeiten des Tages zu erledigen. Jan bringt mich mit dem Dinghi an Land, damit ich in die Bucht nebenan gehen kann, genauer nach English Harbour, um uns auszuklarieren, damit wir morgen nach Guadeloupe segeln können.

Üblicherweise zahlt man beim Einklarieren die entsprechenden Gebühren für den offiziellen Vorgang und beim Ausklarieren kostet es nichts weiter. Das ist hier anders, hier gibt es eine Gebühr für alles zu bezahlen was man sich so denken kann, wenn auch tatsächlich nicht fürs Ausklarieren. Unglaubliche 275 ECD stehen unterm Strich. Durch drei geteilt ergibt sich ungefähr der Betrag in Euro.

Hermann, Jan und Lutz fahren derweil mit dem Dinghi zum Einkaufen und erkunden ein wenig die Gegend. Sie spüren das Cloggy’s auf, ein einladend wirkendes Restaurant und beschließen heute die weitere Versorgung zu übernehmen.
Philipp bleibt an Bord und näht die Sprayhood, da die Nähte der Sonneneinstrahlung nicht mehr standgehalten haben. Dabei ist ihm nicht so recht zu helfen, da er den Stoff entsprechend durch die Nähmaschine schieben muss und die Nähte krumm und schief werden, wenn jemand zusätzlich daran zieht oder in die falsche Richtung schiebt. Morgen werden wir die Sprayhood wahrscheinlich brauchen, um gegen die Sonne und den Wind etwas geschützter zu sein.

Am Abend gehen wir zum Essen und sitzen wunderbar entspannt mit Blick auf den Steg. Das Cloggy’s macht seinem Namen alle Ehre, überall sind die Holzschuhe dekorativ angebracht.
Im Restaurant hängt ein Bild der Insel mit Darstellung der Tiefenlinien. So eine Reliefkarte ist immer wieder spannend anzusehen.

Zum Abschluss schlendern wir über den Steg und schauen uns die Boote an, die hier festgemacht haben. Manche Menschen haben dann doch ein wenig mehr zum Ausgeben übrig.
Auf dem kurzen Rückweg zum Boot fängt es an zu schütten. Wir duschen alle im Dinghi sitzend. An Bord sitzend trinken wir noch einen Absacker und lauschen dem Live-Konzert im Hafen.

Etmal 14nm
