Mittwoch, 18.02.2026

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Um am Abend mit all dem Gepäck (Getreide und Schoten fürs Boot) gut an Bord zu kommen und einkaufen zu können, haben die drei einen Mietwagen genommen, den Hermann und ich nun zurückbringen. Das verläuft vollkommen unproblematisch. Es ist eine schöne Fahrt über die eindrucksvolle Insel, wir sind eine Stunde unterwegs, bestaunen die Flora und freuen uns des schönen Tages. Am Flughafen angekommen geht es nach dem Tanken zum rental car return, eben klingeln, kurze Durchsicht, Zählerstand dokumentieren und fertig. Dann werden wir mit dem bereits wartenden Shuttle-Bus zum Flughafen-Terminal gebracht und schon nimmt das Drama seinen Lauf.

Busfahrplan in Theorie

Wir haben die Rückfahrt zwar gut vorbereitet und Philipp hat den Weg anders herum auf diese Weise bereits absolviert, heute kommen wir aber nicht voran. Nach einer Stunde Wartezeit an der Bushaltestelle am Flughafen beschließen wir mit dem Taxi zum Busbahnhof in Pointe-à-Pitre zu fahren um den Bus vor der Mittagszeit zu erwischen, denn zu Mittag geht erfahrungsgemäß für zwei Stunden ganz und gar nichts.

Bussteig in der Praxis: kein Bus vorhanden.

Hier stehen wir dann drei Stunden wartend in denen ebenso wenig passiert. Es gibt zehn Busspuren, aber nicht einen einzigen Bus. Als wir uns dann im Supermarkt gegenüber verpflegen wollen, hat dieser soeben geschlossen.

Wir beschließen nun auch ein Taxi für den Weg in die Bucht zu nehmen und halten fast ein Dutzend Fahrzeuge an. Das Queren der Insel und die Stunde Fahrtzeit in die Bucht lehnen die Fahrer ab, sie haben fest gebuchte Termine, die sie nicht verpassen wollen. Nach reichlich Hin und Her erwischen wir vor dem Terminal für die Kreuzfahrtschiffe im Hafen einen privaten Transportdienst, der uns, nachdem er einige Telefonate geführt hat, zurückfährt. Von vornherein für den Ankunftsabend ein Taxi zu buchen wäre wohl einfacher gewesen. Hätte, hätte, Fahrradkette…

Jan und Lutz halten derweil die Stellung auf dem Boot, erkunden die Gegend um den Fischerhafen und stellen in dem kleinen Supermarkt die nötige Flüssigkeitversorgung sicher. Als wir endlich zurück sind, treffen wir uns auf der Straße vor dem Fischmarkt und setzen uns in die nächste Gelegenheit um etwas zu trinken.

Hermann, Lutz, Jan und Kai.

Wir besprechen den Ablauf des nächsten Tages, fahren zum Boot und treffen auf die Delphindame aus der Tauchbucht. Sie hat die gleichen drei Schrammen an der Finne und mag genau so gerne die Ankerkette entlang tauchen. Bevor wir in der Petit Anse ankern, genießen wir den Anblick.

Wir schnorcheln und essen danach im Hafenrestaurant um den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen. Auf dem Weg zurück fängt uns der Grillmeister winkend und rufend an der Mole ab, weil eine Tasche hängen geblieben sei. Da er dies auf Creol-Französisch von sich gibt und die Tasche nicht dabei hat, erkennen wir nicht, dass es unsere ist obwohl wir den Inhalt des Transport-Rucksackes durchsehen. Erst an Bord fällt auf, dass eine Bauchtasche fehlt.

Wir rufen im Restaurant an und vereinbaren die Tasche am nächsten Morgen abzuholen. Der heutige Abend wird kurz, alle sind müde und wollen schlafen.