Das Tauchboot ist gut gefüllt. Mit den Leitern der Basis sind wir elf Taucher. Klar sind die anderen Boote hier häufig größer und voller beladen, für diese Basis jedoch war das heute Rush Hour. Allerdings sind Chantal und Cor äußerst routiniert und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie sind seit 1994 hier tätig und betreiben diese Basis und dies glücklicherweise auf eine Art, die andere Werte in den Vordergrund stellt als die Gewinnoptimierung.

Am Tauchspot wird in zwei Gruppen aufgeteilt und damit hat es sich. Dabei geht es nicht darum, die Gruppen gleich groß zu gestalten, sondern nach dem Können und den Wünschen der Tauchenden auszurichten. Ein Taucher, der fotografiert ist anders unterwegs als jemand, der Übungen zu einem speziellen Thema ausführt oder sich einfach beeindrucken lässt. Nach einer kurzen Erläuterung der Gegebenheiten des Bereiches starten wir und tauschen uns in der Pause über das aus was wir gesehen haben, welche Eindrücke wir aus dem Wasser mitgenommen haben. Das geht erstaunlicherweise sehr gut in einem wilden sprachlichen Mischmasch. Es kommen Französisch, Englisch, Deutsch, Niederländisch, Italienisch und Versuche der Übersetzung in die jeweiligen Sprachen zum Einsatz und nicht selten auch die Nutzung von Händen und Füßen. Es ist nicht klar, ob auf der einen Seite das ankommt, was auf der anderen Seite abgeschickt wurde, ist aber im Detail auch egal, das gemeinsame Gefühl trägt die Situation.
Daniela hat ein paar Tage zuvor Bilder gemacht und mir diese zur Verfügung gestellt, um einen Eindruck von der Unterwasserwelt zu vermitteln.














Nach der Pause wird der nächste Tauchspot angefahren, der Tauchgang vorbereitet, die Gegebenheiten dargelegt und eventuell die Aufteilung geändert, da sich die Absichten geändert haben. Manche schnorcheln oder bleiben an Bord. Es ist ein unglaubliches Gefühl sich im dreidimensionalen Raum unter Wasser zu bewegen mit den Fischen und allem anderen dort.
Zurück an der Basis entladen wir das Boot, spritzen alle Utensilien mit Süßwasser ab und behandeln Schnorchel und Maske sowie die Kameras gesondert. Diese kommen in einen extra Behälter, damit sie nicht im allgemeinen Gewusel Schaden nehmen. Die Schnorchel und Masken erhalten ein Bad mit Zusatz von Desinfizienz. Die Flaschen, allesamt aus Alu, werden an den Kompressor angeschlossen und wieder gefüllt um für den nächsten Tag parat zu stehen. Keine Ahnung wie viele Flaschen es insgesamt gibt, ich zähle heute 36 um den Kompressor herum.


