Den gestrigen Tauchtag fand ich ganz schön anstrengend und war entsprechend früh im Bett. Heute ist wieder alles sortiert.
Um den Frühstückstisch ein wenig bunter zu gestalten, fahre ich mit dem Dinghi an Land und suche den Parkplatz neben dem Fischmarkt auf. Hier steht immer mal wieder ein Pavillon unter dem Obst und Gemüse der Gegend angeboten wird. Angeblich soll es auch Croissant geben, die kann ich jedoch nicht entdecken, also mache ich mich auf den Rückweg. Auf dem Parkplatz am Hafen steht ein Bus Fahrtrichtung Deshaies. Kurz überlege ich einzusteigen und den Besuch im Botanischen Garten nachzuholen, Ich habe sogar schon das Fahrtgeld in der Hand, jedoch alle Luken auf dem Boot offen stehen lassen, da ich ja nur kurz unterwegs sein wollte. Also wäge ich ab ob es regnen wird und beschließe nicht zu fahren. Anstelle dessen gehe ich in den kleinen Supermarkt am Ende der Straße, kaufe Eier, die ich kurz darauf ins Dinghi fallen lasse. Das war wirklich nicht sehr geschickt und hat glücklicherweise nur einem Ei das Leben gekostet.
In der Bucht, in der wir ankern, leben einige Schildkröten. Sie tauchen immer wieder mal auf, strecken ihren Kopf aus dem Wasser und wirken dabei neugierig. Heute unterhalten sie mich beim Frühstück.
In dem Fach unterhalb der Küchenschubladen in der kuscheligwarmen Umgebung des Kühlschrankkompressor darf unser Joghurt reifen.

Aus einem Liter H-Milch und einigen Löffeln Naturjoghurt fertigen wir einen Ansatz, der, in kleine Kunststoffbehälter gefüllt, mit der Aluform in die Hängematte geschoben wird. Die Hängematte hält die Aluform in allen Bootslagen und die Kunststoffbehälter purzeln nicht durch die Gegend.

Nach einer Nacht in der Wärme waren die Joghurtkulturen so fleißig, dass sie in den Kühlschrank umziehen dürfen und nun darauf warten gelöffelt zu werden.

