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Dienstag, 27.01.2026

Wir liegen vor Terre-de-Bas in der Anse A Dos vor Anker.

In der Nacht war das Boot ordentlich in Bewegung, mal rollt es in die eine, mal in die andere Richtung und wenn der Strom kippt ist es nochmal anders. Die Bewertungen der Bucht waren deswegen schon häufiger kritisch, wir finden zu Unrecht, es ist hier wunderschön. Am Strand gibt es sogar unter Palmen eingerichtete öffentliche Grillstellen mit Tischen und Bänken.

Traumhafte Ankerbucht mit französischer Präzision

Sobald die Sonne über den Berg scheint und ins Wasser leuchtet, schnorcheln wir in der Bucht. Am Riff ist mal wieder eine wunderbar vielfältige Unterwasserwelt zu bestaunen. Viele Fische verschiedenster Arten, eine Schildkröte und jede Menge Korallen und Schwämme beeindrucken uns.

Auf dem Weg zur Tauchbasis passieren wir einen Schleppverband, der kein AIS Signal sendet. Das ist ein wenig verwunderlich.

Sieht ja schon nach Berufsschifffahrt aus und ist nicht ganz klein, wär in der Nacht schon blöd so eine Begegnung.

Als wir die Insel erreichen, wechseln die Winde wieder. Die vorherrschende Windrichtung ist Ost, somit bläst der Wind über die Insel und kommt dabei schlecht (Berg) oder gut (Tal) voran. An den Stellen, an denen es gut geht, gibt’s Gedränge, weil alles dort entlang will, also wird der Wind stärker (Düseneffekt) und kommt ebenso übers Wasser geblasen. Wir ankern in der Anse Baille-Argent vor dem Fischerhafen.

Der erste Eindruck von Guadeloupe an der Südwestspitze mit Leuchtturm
Durch solche Einschnitte bläst der Wind.

Unser Boot ist bewohnt, nicht nur von uns allein und glücklicherweise auch nicht von Ungeziefer. Das größte Tier wohnt unter unserem Steuerstand. Es ist ein schwarzer Krebs, ein scheuer Kerl mit einer Körper-Größe eines 5-Markstücks. Ein etwas kleinerer wohnt in dem Fach in dem die Rettungsinsel untergebracht ist. Der lässt sich häufiger mal blicken und dann gibt es natürlich noch den Bewuchs am Rumpf. Jede Menge Goose-Neck-Muscheln lassen sich von uns durch die Gegend segeln. Neu ist das Kerlchen auf dem Bild.

Dieser kleine Krebs ist ungefähr so groß wie ein 1-Cent-Stück und wohnt derzeit in unserer Kloschüssel.
Die Muscheln am Rumpf fühlen sich weiterhin pudelwohl. Wenn wir sie entfernen, geht auch das Antifouling ab, daher ist der Rumpf nicht mehr einheitlich blau.

Am Abend sitze ich oben im Cockpit , lasse meinen Blick über das Wasser schweifen und erwische einen dieser besonderen Momente. Ein großer Rochen springt aus dem Wasser, entfaltet sich und verschwindet wieder.

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