Heute ist unser Ziel ein karibischer Leckerbissen. Wir wollen über Nacht in den Tobago Cays bleiben. Diese sind eine Ansammlung von Riffen und Inseln.

Heißt auch wir setzen unser Inselhopping fort. Vorher warten wir einige Schauer in der Bucht ab und lichten gegen 10:00 Uhr den Anker. Die Strecke ist mit knapp fünf Seemeilen nicht lang, der Kurs aufgrund der vielen auch vorgelagerten Riffe anspruchsvoll. Wir fahren vor allem auf Sicht.

Kurz vor einer Riffdurchfahrt trifft uns eine Squall mit deutlich geringeren Sichtweiten, Wind bis 35kt und jede Menge Regen, der quer durch die Gegend geblasen wird. Wir können den Kurs nicht halten und fordern unserem Motor Vollgas ab. Nach ein paar Minuten ist alles vorbei und wir klatschnass. Die Bootswaschanlage hat ihren Dienst vollbracht. Trotz Nässe und Wind friere ich im Bikini nicht im geringsten, das zeigt welche Temperaturen hier herrschen.
Wir sind zutiefst beeindruckt von den leuchtenden Farben, das Wasser ist kristallklar. Eine Szenerie mit Südseecharakter. Wir ankern auf 2,5m Wassertiefe und trauen unseren Augen nicht.

Schildkröten schwimmen um das Boot. Auf der einen Seite eine jüngere ca. 60cm große, auf der anderen Seite eine ältere ca. 80cm große. Sie strecken immer wieder mal den Kopf aus dem Wasser und tauchen dann ab.

Wir gehen zügig ins Wasser, tauchen den Anker ab und mit den Schildkröten.

Auch unter Wasser ist es hell, das Wasser ist klar, alles sichtbar. Wir treffen auf Kofferfische, schauen zu wie die Schildkröten Seegras knabbern und freuen uns über die unglaublich vielen Eindrücke.
Mit dem Dinghi fahren wir auf die Insel Petit Bateau und besteigen den Hügel, um einen guten Blick auf die Bucht zu haben.


An dem Riff geht es uns zu wild her um dort zu schnorcheln, daher fahren wir auf die Insel Baradal. Hier ist es am Riff nicht weniger turbulent, daher schnorcheln wir nochmal am Boot. Die Kofferfische lassen sich durch uns nicht beirren.




Etwas später kommen die Park Ranger mit ihrem Boot angefahren und kassieren die Ankergebühr.

Nach einer eindrucksvollen Vorführung der wingfoilenden Nachbarschaft lassen wir den Sonnenuntergang auf uns wirken.
Zum Abendessen gibt es Linsensuppe mit Auberginen nach einem Rezept von Helmut Gote, die auch bei 30°C hervorragend passt. Das nächste Brot kommt auch in den Ofen, wärmer kann es unter Deck ohnehin nicht werden.
Später beobachten wir auf dem Vorschiff sitzend die Sterne. Der Himmel ist eindrucksvoll. Es sind soviel mehr Sterne sichtbar und eine Sternschnuppe obendrein. Diese Bilder werden uns sicher im Gedächtnis bleiben.
Im Dunkeln können wir nun auch die Lichter auf den anderen Inseln ausmachen.


