Nach der Team-Sitzung mit der Kinder-Diabetes-Ambulanz machen wir uns auf den Weg zu der nächsten Insel in die nächste Bucht. Wir haben Ronde Island ausgesucht um zu schnorcheln. Gegen 15:00 Uhr Ortszeit kommen wir, ungewöhnlich früh für die übliche hilkersche Zeitrechnung, in der Bucht an. Der Weg entlang der Westküste Grenadas ist von Wind und Welle geprägt, wir reiten die Wellen ab, mit ordentlich Krängung und holen immer wieder reichlich Wasser über.

Auf dem Weg passieren wir einen unter Wasser gelegenen Vulkan mit zwei Schloten, die die lustigen Namen „Kick EM Jenny“ und „Kick EM Jack“ tragen. Da der Vulkan aktiv ist und immer wieder mal ausbricht, ist eine Zone von 3km Durchmesser um ihn herum eingerichtet, die nicht befahren werden soll.

Nördlich der Hauptinsel Grenada kommen Diamond Island und Ronde Island in Sicht. Wir fahren die Westseite von Ronde Island an und werfen auf 5m Wassertiefe den Anker. Für eine Stunde haben wir den Eindruck die Insel und die Bucht gehören uns allein, dann kommen die anderen Ankerlieger zu Hauf. Zum Abend finden sich sieben Katamarane, zwei Segelboote und ein Motorboot neben uns in der Bucht. Alle gehen ins Wasser, schwimmen oder schnorcheln und jede Menge Kinder werden mit Dinghis an den Strand gefahren. Es ist ein freundliches Gewusel gekrönt von einem spektakulären Sonnenuntergang.

Beim Schnorcheln treffen wir, nachdem wir die Lage des Ankers kontrolliert haben, auf eine fast einen halben Meter große Schildkröte, die unter uns her schwimmt und am Seegras knabbert.


Die ganze Vielfalt unter Wasser, die Farben, Formen und Bewegung lassen sich nicht einfach auf ein Photo bannen. In natura sieht alles viel beeindruckender aus.


