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Sonntag, 14.12.2025

Über Nacht hat jemand ein Hochhaus an den Pier gebaut. Die Menschen sehen dagegen ausnehmend klein aus und die Segelboote wirken wie Spielzeug. Das Schiff fasst knapp 2000 Passagiere und ist sowohl Transatlantik als auch in der Karibik und im Mittelmeer unterwegs. Heute gehen wir nicht in den Ort, da wir auf dem Boot einige Arbeiten zu erledigen haben und dafür auf ein passendes Windfenster warten und weil wir die Busladungen bewundern, die sich aus dem Kreuzfahrtschiff auf den Weg machen und so die nennenswerten Punkte der Insel erkunden.

Die Norwegian Sky gehört als eines von 21 Kreuzfahrtschiffen zur Norwegian Cruise Line.

Die Welt ist wieder in Ordnung. Schon auf dem Weg nach Porto Santo begann der Tee anders zu schmecken, schmeckte immer übler bis er zum Schluß nicht mehr trinkbar war. Solch ein Problem hatte ich bisher nicht, stellte es doch meine tägliche Flüssigkeitsversorgung infrage. Ich konnte mir nicht erklären wie diese Änderung zu begründen ist und habe die Einstellungen des Wassermachers durchforstet, die sich aber nicht verändert haben. So groß kann der Unterschied doch nicht sein was den Geschmack des Atlantikwassers betrifft, auch wenn es mal an der portugiesischen Küste oder dann vor dem Madeira-Archipel entnommen wird. Egal ob aus dem Tank oder dem Kanister aufgefüllt, ergab sich dieser fürchterliche Geschmack, der immer stärker wurde und den Tee nicht mehr nach Tee schmecken liess. Heute nun habe ich den Grund gefunden. Bevor wir das Wasser aus dem Wassermacher genutzt haben, war ein Kalkfänger im Kessel nötig, der jedes Mal, wenn er getrocknet ist, schön gerieselt und den Kalk von sich gegeben hat. Eigentlich habe ich ihn aus dem Kessel nehmen wollen, irgendwie ist das dann aber untergegangen. Und wie das nun so ist mit edlen und unedlen Metallen auf engstem Raum, die vertragen sich einfach nicht. Das Ganze ist unter dem Stichwort galvanische Korrosion auf einem Aluminiumboot tägliches Geschäft, lässt aber den Teekessel doch außen vor.

Der arme Teekeesel wurde so vernachlässigt.

Jetzt ist der Kessel befreit, geschrubbt, gespült und strahlt innerlich. War sicher auch eine Tortur für ihn. Und der Tee duftet und schmeckt wieder wunderbar nach einem Aufguß aus dem Teegarten Tonganagaon, Assam.

Herrlich dieser Tee. Mein Flüssigkeitshaushalt hat zwischendrin ganz schön gelitten.

Fazit der Aktion: Pfefferminz ist auf Dauer keine Alternative.

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